Kurzbio

Anjorka Strechel, ist in Lüneburg aufgewachsen. Nach ihrem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg übernahm sie Theaterengagements u.a. in Osnabrück und Braunschweig, am Staatstheater Hannover und am Deutschen Theater in Berlin. Durch Rollen im „Polizeiruf 110″, „Tatort“, „Danni Lowinski“, „In aller Freundschaft“ und dem rbb-Film „Viktoria“ über einen jungen Paralympic-Champion machte sie auf dem Bildschirm auf sich aufmerksam. Auf der Kinoleinwand sah man Anjorka Strechel in „Mein Freund aus Faro“, „Das merkwürdige Kätzchen“ und der russischen, für den Golden Globe nominierten Produktion „Krai“. Für ihre Rolle der Elsa wurde Anjorka als „Schauspielerin des Jahres 2010″ in Russland ausgezeichnet. Der Film gewann den russischen Filmpreis NIKA und war ebenfalls auf der Langlist für die Academy Awards (Oscars). Mit der Darstellung der Hauptrolle Mel in „Mein Freund aus Faro“ wurde Anjorka in die Vorauswahl für die deutsche LOLA als Beste weibliche Hauptrolle gewählt.

Am Herzen liegen Anjorka Theaterproduktionen, die sozialkritische Themen behandeln und einen kulturellen Austausch fördern, sowie zum Dialog einladen. So stand sie 2016 mit Exil-Irakern in München für die Produktion „Outposts of resistance“ unter der Regie von Sebastian Hirn auf der Bühne, wie auch in Belgrad mit serbischen Kollegen in „Frösche im heißen Wasser“ (Serbien, 2012), eine Produktion der spreeagenten Berlin über das NATO-Bombardement 1998 oder mit rumänischen Jugendlichen im siebenbürgischen Hosman (Holzmengen, Nähe Herrmannstadt, Sibiu), 2010.

Interdisziplinäre Aufführungen wie „FLUCHTRÄUME“ im MaximiliansForum München (Regie: Sebastian Hirn) oder „Du bist mein Wunder oder: Zieh die Arbeit aus dem Bild“ von Kathrin Mayr und Natascha Gangl in Zusammenarbeit mit dem Tänzer Matthis Kleinschnittger, wie auch der Soloabend „Das kleine Hasenstück“ über den Hasen in der Kunst, ebenfalls von Kathrin Mayr inszeniert, runden neben den Arbeiten am Stadt- und Staatstheater Anjorkas Schaffen ab.

Anjorka Strechel ist regelmäßig Jury-Mitglied bei internationalen Filmfestivals und spricht Hörfunk-Produktionen für den Deutschlandfunk Kultur, den NDR und WDR und den Hörverlag.
Anjorka lebt und arbeitet in Berlin und Lüneburg.